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Hefte

Dieter Krieg hat verschiedene Fotohefte angefertigt, in der Regel im Format zwischen DIN A4 und DIN A5. Die Fotos sind üblicherweise an einer langen Seite dreifach geheftet, in einzelnen Fällen an zwei oder drei Stellen stecknadelgroß gelocht und mit einem dünnen, abschließend verknoteten Nylonfaden zusammengebunden. In seinem Zeichnungsatelier gab es mehr als 20 dieser in Format und Umfang variierenden Hefte, alle aus dem Zeitraum 1978 bis 1987. Sie sind gestaltete Kompendien des Stoffs, mit dem Krieg sich als Künstler auseinandersetzte. Dabei war es nicht vor allem die Zusammenfassung vorgefundener selektierter Realitäten, die ihn interessierte. Die vier Arrangements des Hähnchens zum Beispiel fanden verwandelten Niederschlag in seinem Werk.

Als Dieter Krieg 1978 von Baden-Baden nach Köln in die Aachener Strasse zog, begann er, auf seiner Schreibmaschine von ihm ausgewählte Berichte aus Bild und Express abzutippen. Das Konvolut, diesen speziellen Roman veröffentlichten Lebens, an dem alle teilhaben, auch wenn man sich mit Grausen und Belustigung wenden mag, nannte er Grüße vom Aachener Weiher . Er kopierte nach Bedarf die 28 beidseitig beschriebenen Seiten, band sie in zwei Fotos mit Enten ein und gab sie Künstlern, Sammlern, Freunden. Die Form des Hefts interessierte Dieter Krieg Zeit seines Lebens. Die ersten Zusammenfassungen seiner Zeichnungen, die spontanen Notizen eher privaten Charakters , wie er sie untertreibend nannte, sind so entstanden; eigentlich war es ein nie aufgegebener Plan, jede neue Bildserie mit einem eigenen Heft und einem dazu geschriebenen, aber nicht eingebundenen Text zu publizieren.

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